Kapitel 1: Gut entschieden, schlecht gelaufen

Woran erkenne ich, ob ich gut entschieden habe, wenn der Zufall mitspielt?

Kurz gesagt: An einem einzelnen Ergebnis kaum. Ein Kurs zeigt, was passiert ist, und daran schreibt der Zufall mit. Ob du gut entschieden hast, zeigt sich an deinen Gründen, an dem, was du damals wissen konntest, und an einem Maßstab, den du vorher festgelegt hast. Über viele Entscheidungen hinweg werden Ergebnisse aussagekräftiger.

Was das Kapitel zeigt

So beginnt das Kapitel

Miriam und Jonas sind im Buch erfundene Figuren, ihre Beträge ausgedacht.

Es war ein Gespräch in der Kaffeeküche, eines von der Sorte, die man sofort wieder vergisst, wenn nicht ein Jahr später eine Zahl daran hängt.

Im Frühjahr hatten Miriam und ihr Kollege Jonas beide eine Prämie bekommen, jeweils 6.000 Euro nach Steuern. Miriam steckte das Geld in den ETF, den sie ohnehin seit Jahren monatlich bespart, einen breit gestreuten Fonds auf Aktien aus vielen Ländern. Jonas hatte von einem Bekannten, der „in der Branche“ arbeitet, einen Hinweis auf ein mittelgroßes Technologieunternehmen bekommen. Er las zwei Artikel, sah sich ein Video an und kaufte die Aktie für seine 6.000 Euro.

Ein Jahr später steht Miriams Einmalanlage bei 6.480 Euro, ein Plus von 8 Prozent. Jonas’ Aktie steht bei 8.100 Euro, ein Plus von 35 Prozent.

Aus Kapitel 1 von „Der Markt kennt deinen Kaufkurs nicht“. Das Buch erscheint als E-Book im Verlag der Triplemind GmbH; der Erscheinungstermin steht noch nicht fest.

Quellen, auf die sich das Kapitel stützt

Weiterlesen

Leseprobe lesenZum Inhaltsverzeichnis