Kapitel 13: Was wirklich hilft – und was nur gut klingt

Welche Gegenmittel sind belegt – und welche klingen nur gut?

Kurz gesagt: Die für das Buch ausgewertete Forschung spricht eher für Eingriffe in die Entscheidungssituation als für reine Wissensvermittlung, vor allem für Voreinstellungen und für die Art der Anzeige. Regeln, die ohne Neuverhandlung greifen, stützen erste Laborhinweise. Viele beliebte Denkwerkzeuge sind mit Anlegern nicht getestet, auch einige im Buch.

Was das Kapitel zeigt

So beginnt das Kapitel

Ein Gedankenexperiment aus dem Kapitel: Beide Anlegerinnen sind erfunden.

Die erste, nennen wir sie die Leserin, beschließt, sich gründlich auf den nächsten Börseneinbruch vorzubereiten. Sie liest in einem Jahr zehn Bücher über Denkfehler und Börsenpsychologie. Sie kennt danach den Dispositionseffekt, die Verlustaversion, den Rückschaufehler und die Echokammer. Sie könnte jeden davon auf einer Party erklären.

Die zweite, nennen wir sie die Einrichterin, liest kein einziges Buch. Sie richtet einen Dauerauftrag ein, der jeden Monat einen festen Betrag in ihren Fonds überweist. Sie legt fest, dass einmal im Jahr, im Januar, automatisch umgeschichtet wird, falls ihre Aufteilung zu weit vom Ziel abweicht. Dann löscht sie die App vom Handy und legt einen Zettel in ihren Ordner, auf dem steht, was sie in einem Einbruch tun will und was nicht.

Ein Jahr später bricht der Markt ein. Wer von beiden handelt besser?

Aus Kapitel 13 von „Der Markt kennt deinen Kaufkurs nicht“. Das Buch erscheint als E-Book im Verlag der Triplemind GmbH; der Erscheinungstermin steht noch nicht fest.

Quellen, auf die sich das Kapitel stützt

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