Kapitel 2: Was dein Geld aushalten muss

Wie viel Risiko ist für mich richtig – und warum fühlt es sich mal mutig, mal leichtsinnig an?

Kurz gesagt: Risiko hat zwei Seiten, die oft vermischt werden: wie viel Verlust du finanziell tragen kannst und wie viel Schwankung du aushalten willst. Die Tragfähigkeit ergibt sich aus Zielen, Zeithorizont und Rücklagen. Das Gefühl schwankt mit der Marktlage. Kapitel 2 zeigt, wie du beides in Euro statt in Selbsteinschätzungen fasst.

Was das Kapitel zeigt

So beginnt das Kapitel

Miriam ist eine erfundene Figur; Gehalt, Depot und Pläne sind für das Buch ausgedacht.

Juli 2021. Miriam zieht mit ihrem Sparplan zu einem Neobroker um, weil die Gebühren dort niedriger sind. Die Kontoeröffnung dauert zwölf Minuten. Einer der Schritte ist ein Fragebogen: Wie viel Erfahrung hast du mit Wertpapieren? Wie würdest du auf einen Kursrückgang von 20 Prozent reagieren? Wie hoch ist deine Risikobereitschaft – gering, mittel, hoch?

Miriam kreuzt „hoch“ an. Warum auch nicht? Seit sie 2018 angefangen hat, ist ihr Depot fast stetig gewachsen. Den kurzen Einbruch im Frühjahr 2020 hat sie ausgesessen, ohne etwas zu verkaufen, und dank ihrer laufenden Einzahlungen und einer Prämie, die sie im Frühjahr 2021 zusätzlich anlegte, stand ihr Depot ein gutes Jahr später wieder höher als vor dem Einbruch. Sie fühlt sich wie jemand, der Schwankungen aushält.

Aus Kapitel 2 von „Der Markt kennt deinen Kaufkurs nicht“. Das Buch erscheint als E-Book im Verlag der Triplemind GmbH; der Erscheinungstermin steht noch nicht fest.

Quellen, auf die sich das Kapitel stützt

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