Kapitel 9: Verluste, Reue und der Wunsch nach „Einstand“

Tun Verluste wirklich doppelt so weh – und was folgt daraus?

Kurz gesagt: Nicht um einen festen Faktor. Die bekannte Zwei stammt aus einem Experiment mit 25 Personen; neuere Auswertungen landen je nach Methode zwischen etwa eins und knapp zwei, und Menschen unterscheiden sich stark. Kapitel 9 zeigt, warum für Anleger wichtiger ist, wie ein Verlust verbucht und erinnert wird.

Was das Kapitel zeigt

So beginnt das Kapitel

Deniz ist erfunden; der Kryptowert bleibt ohne Namen und steht für keinen realen Coin, die Beträge sind ausgedacht.

Deniz hatte den Coin im Februar 2021 gekauft, für 1.000 Euro, nach einem Anruf seines Freundes Kaan, von dem Kapitel 12 erzählt. Es war eine kleinere Kryptowährung, von der in seiner Gruppe viel die Rede war. Im Frühjahr, als der Kurs weiter stieg, legte er noch einmal 1.000 Euro nach. Dann ging es bergab, langsam zuerst, dann schneller. Im Herbst stand die Position bei 800 Euro, 60 Prozent unter dem, was er bezahlt hatte. An einem Sonntagabend, nach einem weiteren schlechten Tag, verkaufte er. Er wollte es nicht mehr sehen.

Drei Wochen später stieg der Coin um 30 Prozent. Deniz’ 800 Euro wären jetzt 1.040 Euro wert gewesen. Er sah es zufällig, als ein Freund einen Screenshot in die Gruppe stellte. Am selben Abend löschte er die App.

Aus Kapitel 9 von „Der Markt kennt deinen Kaufkurs nicht“. Das Buch erscheint als E-Book im Verlag der Triplemind GmbH; der Erscheinungstermin steht noch nicht fest.

Quellen, auf die sich das Kapitel stützt

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